Labor- & Beratungsleistungen

Oli-PHA

Oli-PHA-klein

Funktionales, nachhaltiges Verpackungsmaterial

Dauer

1. Juni 2012 – 31. Mai 2015

Projekt

Die Verwendung umweltfreundlicherer Materialien für Verpackungen ist eine zentrale Forderung der Verbraucher und gleichzeitig eine Notwendigkeit für die Hersteller, um Gesetze zur Abfallreduzierung einhalten zu können. Verschiedene Faktoren beschränken jedoch in der Regel den Einsatz von Biopolymeren, etwa Verarbeitungsschwierigkeiten, Inkompatibilitäten an der Schnittstelle zwischen natürlichen Füllstoffen und Polymermatrizen, mangelhafte mechanische Eigenschaften, eine mögliche Toxizität aufgrund natürlicher Materialzersetzung, Feuchtigkeitsempfindlichkeit, hohe Rohstoffkosten usw. Im Gegensatz dazu weisen Polyhydroxyalkanoate (PHAs), die zu den biogenen Polyestern zählen, ausreichende Funktionsmerkmale auf, um einige der 250 Mt an Kunststoffen zu ersetzen, die heute weltweit eingesetzt werden, vor allem im Verpackungssektor. In der Tat zeichnen sich diese Biopolyester durch eine vergleichbare Leistungsfähigkeit wie herkömmliche fossile Polymere aus und bieten gleichzeitig eine hohe Bioabbaubarkeit und die abgeleiteten Formulierungen eine hohe Flexibilität für eine Reihe von Verwendungszwecken. Die größte Herausforderung liegt in der Herstellung günstigerer und noch nachhaltigerer PHAs.

Hier kommt nun die Olivenölindustrie ins Spiel: Während diese Industrie sowohl für die Volkswirtschaften Europas als auch Lateinamerikas wichtig ist, sind die Hersteller mit dem Problem der Erzeugung großer Mengen an umweltschädlichen Abwässern konfrontiert, für die es bislang kein zufriedenstellendes kostengünstiges und effektives Behandlungsverfahren gibt. Jüngsten Forschungsergebnissen zufolge werden PHA-Polymere auf natürliche Weise von einigen Bakterien produziert, die in Abwässern gezüchtet werden können. Diese Ergebnisse wurden bisher jedoch nicht auf die Industrie übertragen.

Im Rahmen des OLI-PHA-Projekts wird Olivenölabwasser rückgewonnen und wiederverwertet, um PHA-Biopolymere für die Verwendung als fortschrittliches Verpackungsmaterial herzustellen. Eine Aufwertung der Abfallmaterialien wird erreicht, indem die übrige Biomasse (aus der Biopolymerproduktion) für die Biogasproduktion eingesetzt wird sowie durch die Gewinnung von Antioxidantien und natürlichen Füllstoffen aus den Abwässern der Olivenmühlen zur Herstellung aktiver Verpackungen und Polyhydroxybutyrat (PHB)-basierter Verbundstoffe.

Koordinator

IRIS (Spanien)

Partner

INSTM (Italien), CICESE (Mexiko), INTEMA (Argentinien), ARCHA (Italien), FCTecnics (Spanien), Peccianti (Italien), San Javier (Mexiko), Sellopack (Kolumbien), La Grana (Spanien), Cosmetic (Griechenland) und OWS (Belgien)

Aufgaben von OWS

Bioabbau, Ökotoxizität, anaerobe Vergärung und Ökobilanz

Verbreitung

Flyer: OliPHA – Functional Sustainable Packaging

Newsletter September 2014

Links

Kontakt

Herr Steven Verstichel
E-mail: steven.verstichel@ows.be